Mikas Bericht über die Teinahme am DHB – Länderpokal

Meine Teilnahme am DHB-Länderpokal in Berlin 2017

Jedes Jahr, seit 1997, findet ein Vergleichsturnier der männlichen und weiblichen Jugend des Deutschen Handballbundes in Berlin statt.

Das Turnier der männlichen Jugend ab Jahrgang 2001 und jünger fand vom 18.12.2017 – 21.12.2017 statt.

Für dieses Turnier stellt jedes Bundesland eine Mannschaft. Die Ausnahme bilden die „großen“ Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Sachsen. Hier werden die Gebiete in zwei bzw. drei Landesverbände aufgeteilt.

So entsteht ein Spielplan mit insgesamt 20 Mannschaften. Das Turnier dauert vier Tage und es wird in vier verschiedenen Hallen gespielt. Die Mannschaften werden per Losverfahren in vier Gruppen eingeteilt und messen sich an zwei Tagen zunächst jeweils fünf Mannschaften untereinander. Die zwei Sieger der vier Gruppen spielen am nächsten Tag zunächst das Viertelfinale, um dann entsprechend im Halbfinale antreten zu können. Die anderen Mannschaften spielen während dieser Zeit um die hinteren Plätze des Turniers. Am letzten Turniertag finden die endgültigen Platzierungsspiele statt.

Ich spiele seit sechs Jahren Handball beim THW, mittlerweile in der Oberliga HH/ SH, und hatte nun die große Chance, mit 15 weiteren Jungs der Jahrgänge 2001 und 2002 unser Bundesland Schleswig-Holstein bei diesem großen Turnier zu vertreten und zu präsentieren.

Bis dahin war es ein weiter Weg von fast zwei Jahren.

Zunächst gelangte ich durch meine Leistungen in der eigenen Mannschaft und auf Empfehlung meines Trainers zu einem Zusatztraining mit Spielern verschiedener Mannschaften aus Kiel und der näheren Umgebung. Durch die sogenannte Sichtung der Trainer des Landesverbandes während dieses Trainings erhielt ich Einladungen vom Landesverband Schleswig-Holstein zu regelmäßigen Lehrgängen und regionalen Turnieren, zusätzlich zu meinen Trainingszeiten in meinem Heimatverein. Diese fanden an Wochenenden oder Feiertagen statt. Da die Mannschaft sich aus Spielern aus ganz Schleswig-Holstein zusammensetzt, sind diese gemeinsamen Trainingseinheiten von großer Bedeutung, damit wir im Landesverband für Schleswig-Holstein auch als Mannschaft gut zusammenspielen. Normalerweise spielen wir während der Saison gegeneinander. Durch die gemeinsame Zeit im Auswahltraining entstehen allerdings auch hier enge Freundschaften.

Nach einem Turnier in Emmertal im November 2017 suchte der Handballverband Schleswig-Holstein die 16 talentiertesten Spieler aus, um sich gemeinsam auf dem DHB- Länderpokal mit den anderen Bundesländern zu messen.

So sind wir am Sonntag, den 17.12.2017, mit dem Mannschaftsbus in Richtung Berlin gefahren und wurden gemeinsam mit den anderen Mannschaften inklusive Trainer-Teams, den Schiedsrichtern und dem Vorstand des DHB im 4-Sterne-Hotel Hotel Berlin in der Nähe des Potsdamer Platzes in Doppelzimmern untergebracht.

Nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten, entspannten wir im Hotel und aßen später gemeinsam zu Abend. Bettruhe war jeden Abend um 23 Uhr.

Am nächsten Morgen ging es nach dem Frühstück zur 20 Minuten entfernten Sporthalle. Um 13 Uhr hatten wir unser erstes Spiel gegen HV Saar. Wir gewannen das Spiel mit zehn Toren. Das nächste Spiel fand um 17.30 Uhr gegen Niederrhein statt, welches wir mit zwei Toren Vorsprung ebenfalls gewannen.

Am Abend des ersten Spieltages fand im Hotel in einem sehr großen Saal ein DHB-Abend mit großer Prominenz statt. Es waren unter anderen der Jugendnationaltrainer, der Bundestrainer Christian Prokop, ein Profispieler und zwei Jugendnationalspieler anwesend. Es wurden Reden gehalten, was es bedeutet ein Profispieler zu sein, mit seinen Vor- und Nachteilen, wie z.B. Rückschläge einzustecken, auf vieles verzichten zu müssen und immer wieder unermüdlichen Einsatz zu erbringen.

Am nächsten Tag starteten wir um 8.00 Uhr mit dem Frühstück und hatten um 12 Uhr unser erstes Spiel gegen HV Hessen, welches wir mit acht Toren verloren. Um 15:00 Uhr bestritten wir unser Spiel gegen HV Württemberg und verloren es leider denkbar knapp mit einem Tor. Hessen und Baden Württemberg haben uns gezeigt, dass wir körperlich noch nicht die stärksten Spieler sind und wir mussten somit diese Niederlage gegen beide Länder in der Gruppenphase verkraften.

Am 3. Tag des Turniers gewannen wir das Spiel gegen Baden, sodass wir uns für den letzten Tag des Turniers um das Spiel um Platz 9 qualifizierten. Bei diesem Spiel um Platz 9 gegen Niedersachsen konnten wir uns mit viel Emotionen und Spaß am Spiel den deutlichen Sieg sichern.

So haben wir dieses Jahr zwar als Team Schleswig-Holstein nur den 9. Platz erreicht, hätten aber eigentlich besser abschneiden können, da wir als Team alle zusammen super gut harmoniert haben und immer Spaß am Spiel hatten.

Der Gastgeber Berlin gewann das Turnier am Ende im Finale gegen Hessen.

Der Länderpokal ist für alle Spieler eine große Erfahrung, die nicht jeder Handballer sammeln kann. Ich habe in dieser Zeit gelernt, was es heißt sein Bundesland zu vertreten, denn man hat mit 15 weiteren Spielern die große Ehre, sein Bundesland als einer der besten Handballspieler seines Jahrgangs zu repräsentieren. Nicht nur in der Halle sondern auch das Verhalten außerhalb der Halle ist wichtig, um sein Bundesland angemessen zu vertreten.

Dadurch dass alle Landesverbände in einem Hotel untergebracht waren, konnte man den Kontakt zu anderen Spielern aus anderen Bundesländern suchen und gemeinsam die spielfreie Zeit genießen.

Für mich war es der Höhepunkt auf meinem bisherigen leistungssportlichen Weg. Da auch der Trainerstab des Deutschen Handballbundes mit dem Bundestrainer Christian Prokop auf dieser Veranstaltung vertreten war, war es eine große Motivation, hier dabei zu sein!

Die Teilnahme an diesem Turnier hat mir bestätigt, dass ich mich weiter steigern und entwickeln möchte, um noch viele weitere Erfolge in „meinem“ Sport erreichen zu können.

Mika Pedack, Klasse 10c