Schulporträt

Dieses Schulporträt befindet sich derzeit noch in Bearbeitung.

1. Pädagogische Leitideen

Als gebundenes Ganztagsgymnasium mit verpflichtendem Nachmittagsunterricht und einem vielfältigen Angebot an Arbeitsgemeinschaften, das in dieser Konzeption auf mehr als 40 Jah­re Erfahrung zurückblicken kann, setzt sich unsere Schule im Interesse einer heterogenen Schülerschaft die ganzheitliche Bildung jedes Einzelnen im sozialen Miteinander zum Ziel.

Unser Bemühen richtet sich einerseits auf eine substanzielle fachliche Ausbildung auf gymnasialem Niveau, die Wert legt auf ein selbstständiges, eigenverantwortliches und koope­ratives Lernen und Handeln. Durch die Stundenvermehrung in einigen Fächern, spezielle För­derstunden, unsere gut ausgestattete und ganztags betreute Schülerbibliothek sowie den Zu­gang zu Computern werden diese Ziele unterstützt.

Die Vielzahl der angebotenen Arbeitsgemeinschaften in der Mittagsfreizeit und am Wochenende schafft andererseits einen Ausgleich gegenüber den Anspannungen des Unter­richtstages, erlaubt die Entfaltung bzw. Entwicklung individueller Interessen und Begabungen und soll zu sinnvollem Freizeitverhalten erziehen helfen.

Der Ganztagsbetrieb insgesamt, der die Möglichkeit zu einem gemeinsamen Mittages­sen einschließt, stiftet eine enge Beziehung zwischen allen am Schulleben Beteiligten, wo­durch sich eine offene Gesprächskultur entwickelt hat und vermehrt soziale Fähigkeiten her­ausgebildet werden.

In möglichst enger Zusammenarbeit mit den Eltern, mit Unterstützung unserer Sozial­pädagogin und mit Hilfe verschiedener Präventionsmaßnahmen sollen unsere SchülerInnen so nicht nur zu interessierten, problemorientierten Menschen mit umfassendem Wissen und einer ausgeprägten Kooperationsfähigkeit erzogen werden, sondern ebenso zu verantwortungsbe­wussten Bürgern.

2. Präventionskonzept

Der Ganztagsrhythmus an unserer Schule ermöglicht es den Lehrkräften, mehr Nähe zu der sozial wie kulturell heterogenen Schülerschaft herzustellen, so dass es leichter gelingt, durch nachhaltige Gespräche mit Blick auf die individuelle Person Probleme schon in deren Ansatz zu vermeiden. Den SchülerInnen bietet das ganztägige Zusammensein – insbesondere die Mit­tagsfreizeit – soziale Kontakte vielfältiger Art, die dazu beitragen, offen und tolerant miteinan­der umzugehen sowie konfliktlösendes Verhalten zu lernen und einzuüben.

Um einen geordneten Rahmen für das gemeinsame Lernen und geeignete Leitlinien für die persönliche Entfaltung jedes Einzelnen zu schaffen, gibt es an unserer Schule einen Katalog von Schulregeln, die sich jeder – mit Unterstützung des Elternhauses – einzuhalten verpflichtet. Darüber hinaus dienen zusätzliche Klassenlehrerstunden in der 5. und 7. Klasse der Herausbildung und Stabilisierung eines ausgewogenen Selbstbewusstseins sowie eines guten Sozialverhaltens. Koordinierende Konferenzen zu Beginn der 5., 7., 9. und 11. Klassen sollen dafür sorgen, dass das jeweilige Klassenkollegium einzelne SchülerInnen besser wahr­nimmt und gemeinsam verabredete pädagogische Maßnahmen vertritt.

In den Klassen 5 und 6 finden regelmäßig Elterngesprächskreise zu Erziehungsfragen mit professionellen Beratungskräften statt. Andere Veranstaltungen mit Unterstützung von ge­schulten Teamern und der Polizei richten sich auf die Vermeidung von Sucht, Gewalt, Graffiti sowie Medienmissbrauch. Außerdem nehmen wir an den Programmen Schule ohne Rassis­mus und Schüler helfen leben teil.

Zur gewaltfreien Lösung von Konflikten tragen in besonderem Maße die Sozialpäd­agogin, Beratungslehrer und die aus der Schülerschaft stammenden Streitschlichter bei.

Unsere Schwerpunkte der Präventionsarbeit:

Klasse Thema
5 Gewalt, Mobbing Klassenlehrerstunde, Streitschlichter (Media­toren), Beiträge der Fächer Religion und Phi­losophie, externe Teamer
6 Computer, Internet, Schüler-VZ themenspezifische Elternabende mit Referen­ten
Sexualität Beiträge der Fächer Biologie, Deutsch, Reli­gion
Jugendrecht Beitrag des Faches WiPo
7 Suchtprävention Fachtage (2 Fächer übergreifende Projektta­ge), mit Unterstützung von geschulten Tea­mern
8 Sexualität Beiträge des Faches Biologie und Pro Fami­lia
Alkohol in Zusammenarbeit mit der Stadtmission
9 Datenmissbrauch im Internet: Eine vertiefende Auseinandersetzung Einführungstage (2 Projekttage zum Schul­jahresbeginn)
10 Suchtprävention Beitrag des Faches Biologie im Rahmen der Themen Menschenkunde und Gesundheitser­ziehung

3. Unterrichtsgestaltung

Leitideen

Die fachliche Ausbildung auf gymnasialem Niveau verbinden wir mit einer Erziehung zum selbstständigen, eigenverantwortlichen und kooperativen Lernen und Handeln. Dies soll zur Ent­wicklung eines in fachlicher und persönlicher Hinsicht souveränen Individuums beitragen, das sich in eine zunehmend auf den kompetenten Dialog angewiesene Arbeitswelt einzubrin­gen vermag und sich für eine gewaltfreie Gesellschaft einsetzt.

In diesem Sinne wird – einem verbindlichen Methodencurriculum folgend – ein metho­dengeleitetes Arbeiten eingeübt. In einem Methodenordner sammeln die SchülerInnen Metho­denpapiere, die jederzeit eine Wiederholung des Gelernten auch mit Hilfe häuslicher Unter­stützung ermöglichen.

Eine zeitweise Stundenvermehrung – z.B. in den traditionellen Hauptfächern – erlaubt eine Vertiefung des Unterrichtsstoffes und eine der individuellen Förderung dienende größere Binnendifferenzierung. Die zusätzlichen Stunden werden von den jeweiligen Fachlehrkräften selbst gegeben, was ihre Effektivität erhöht.

Unsere Ausstattung mit Arbeitsnischen außerhalb des Klassenraums, unsere ganztägig geöffnete und betreute Schülerbibliothek mit ca. 12 000 Bänden und ruhigen Arbeitsplätzen sowie ein jederzeit möglicher, aber kontrollierter Zugang zu Computern schaffen Raum für eine Öffnung des Unterrichts, den wir in vielen Fällen doppelstündig anlegen.

Eine besondere Form des Unterrichts stellen unsere jährlich stattfindenden Fachtage dar, in denen – losgelöst vom Stundenplan – fächerübergreifend spezielle Themen vertiefend bearbeitet werden. Außerdem bieten einige Arbeitsgemeinschaften in der Mittagsfreizeit, un­sere Klassen- bzw. Studienfahrten sowie verschiedene Kooperationen mit Partnern aus der Berufswelt Ergänzungen des Unterrichts.

4. Fremdsprachen

Eine hohe Fremdsprachenkompetenz sehen wir an unsrer Schule als wesentlichen Bestandteil einer sich gegenüber Europa und der Welt öffnenden gymnasialen Bildung an, die berufliche Perspektiven eröffnet und interkulturelle Begegnungen schafft, die den Einzelnen wie die Ge­meinschaft stärken. Um dabei individuellen Neigungen gerecht zu werden, bemühen wir uns um ein möglichst umfangreiches und flexibles Angebot.

Wir bieten in der Regel

ab Klasse 5 Englisch als 1. Fremdsprache (FS)
ab Klasse 6 Französisch oder Latein als 2. FS
ab Klasse 9 Französisch oder Latein als 3. FS,sofern die Lerngruppen groß genug sind
ab Klasse 11 Sprachliches Profil mit Englisch als Profil gebendem Fach
Englisch, Französisch und Latein als Kernfach
Englisch, Französisch, Latein und Spanisch als Grundfach
als AG Italienisch, Russisch und Türkisch für Muttersprachler
für alle alle zwei Jahre einen Fremdsprachentag, auf dem sprachspezifische Workshops, (inter)kulturelle Aktivitäten und Schnupperkurse in zum Teil außergewöhnlichen Fremdsprachen stattfinden, die oft von Schü­lerInnen oder auch Eltern unserer kulturell vielfältigen Schüler­schaft geleitet werden
im Rahmen derFörder-

maßnahmen

Deutschunterricht sowie Unterricht in der Muttersprache für Kinder mit Migrationshintergrund
als Abschlüsse Latinum

Großes Latinum

Vorbereitung auf das Zertifikat DELF des französischen Unterrichts­ministeriums; die Prüfung kann in Kiel abgelegt werden

5. Förderkonzept

Gefördert werden sollen an unserer Schule alle Schülerinnen und Schüler, und zwar sowohl im Hinblick auf ihre kognitive Kompetenz als auch in Bezug auf ihre sozialen Fähigkeiten.

Dazu dienen

  • zusätzliche Klassenlehrerstunden in den Klassen 5 und 7,
  • eine Stundenvermehrung in mehreren Fächern in den Klassen 5 – 8,
  • ein verbindliches Methodentraining im Rahmen eines Methodencurriculums,
  • ein Lernkompetenztraining in den Klassen 7 – 9,
  • vermehrt geöffnete Unterrichtsformen,
  • Instrumente zur Selbsteinschätzung der SchülerInnen.

Spezifische Fördermaßnahmen werden einerseits genutzt, um die unterschiedlichen Lernaus­gangslagen unserer Schülerinnen und Schüler auszugleichen und so vor allem zur Integration von Kindern mit Migrationshintergrund beizutragen und die Bildungschancen von Kindern aus sozial benachteiligten Familien zu verbessern. Andererseits ist es auch unser Ziel, beson­ders begabte SchülerInnen in der Entfaltung ihres Potenzials zu unterstützen.

Zu solchen Fördermaßnahmen gehören

  • der Einsatz von Differenzierungslehrkräften in den Klassen 7 und 8,
  • Legasthenieförderung,
  • Deutschunterricht für Kinder mit Migrationshintergrund im Rahmen des Mercatorpro­jekts,
  • Unterricht in der Muttersprache für Kinder mit Migrationshintergrund,
  • SV-Nachhilfebörse (Nachhilfe von Schülern für Schüler),
  • Lernpläne,
  • Angebote im außerunterrichtlichen Bereich (z.B. fremdsprachliche, naturwissen-schaftli­che und technische AGen)

6. Berufsorientierung

Die SchülerInnen des Hans-Geiger-Gymnasiums begegnen der Ausbildungs- und Arbeitswelt in vielfältiger, jahrgangsspezifischer Weise. Dabei werden wir in unserer Arbeit durch Koope­rationen mit der Fördesparkasse, der Howaldt Deutschen Werft sowie mit dem Ver­band Freier Berufe in Schleswig-Holstein unterstützt.

8. Klasse

Girlsday Mädchen nehmen Einblick in eher männertypische Be­rufe; Jungen werden am selben Tag auf anderem Wege ange­leitet, ihre geschlechtsspezifische Rolle zu hinter­fragen
9. Klasse Schule, Wirtschaft,Beruf

(2 Einführungstage zu Beginn des Schul­jah-res)

Auseinandersetzung mit möglichen Schullaufbahnen, den komplexen Anforde­run­gen des modernen Berufs­lebens und erste kon­krete Berufsorientierung durch In­ternetrecherchen sowie ein Bewerbungstraining mit Videoanalyse in Zusammenarbeit mit unseren Partnern
10. Klasse Betriebspraktikum(2 Wochen vor den Herbst­ferien) erlaubt einen ersten Einblick in das Arbeitsleben, vor- bzw. nachbereitet in den Fächern Erdkunde (Betriebs­lehre und Wirtschaft) und Deutsch (Bewerbungsmap­pe)
12. Klasse Wirtschaftspraktikum(1 Woche im 1. Halb­jahr) dient der vertiefenden Einsicht in betriebs- und volks­wirtschaftliche Zusammenhänge, die theoretisch im Fach Wirtschaft/Politik aufgearbeitet werden
professionelles Be­-wer­bungstraining Dank der Unterstützung durch die Landesbank in den letzten Jahren in Zusammenarbeit mit einer Unterneh­mensberatung
Berufs- bzw.Studienorientierung Besuch von Veran­stal­tungen an Fach­hochschule oder Uni­versität im Rahmen von zwei Fachtagen
Oberstufe Vortrag eines Vertre­ters der Fachhoch­schulen Kiels Einführung in die Studienbedingungen allgemein, die unterschiedlichen Ausrichtungen von Fachhoch­schule und Universität und die spezifischen Studienin­halte der Kieler Fachhochschulen
Wirtschaftsplanspiel des Unternehmens­verbandes Schleswig-Holstein Teilnahme einzelner SchülerInnen an einwöchigen Planspielen (Unsere SchülerInnen haben dabei in den vergangenen Jahren gute Plätze erreicht.)
Berufsberatung Ori­entierungshilfen durch Be­rufs­berater des Kieler Ar­beitsamtes in Einzelgesprächen oder Kleingruppen
Berufsinformations­börse Ehemalige, Eltern bzw. Vertreter zahlreicher Institutio­nen stellen ihren jeweiligen Beruf vor

7. Weitere Aktivitäten

AUB

Ein entscheidendes Merkmal und integrativer Bestandteil des Hans-Geiger-Gymnasiums als Ganztagsschule ist der außerunterrichtliche Bereich (AUB).

Die verschiedenen Aktivitäten des AUB zielen vor allem auf die Verbesserung des Lern- und Schulklimas ab. Das ganztägige, nicht nur unterrichtsgebundene Miteinander, insbesondere in der Mittagsfreizeit, führt zu einem verständnisvollen, partnerschaftlichen Verhältnis zwischen SchülerInnen und Lehrkräften.

92 Arbeitsgemeinschaften aus den verschiedensten Bereichen, geleitet von Lehrkräften, SchülerInnen und städtischen Angestellten, stehen den SchülerInnen zurzeit zur Verfügung.

Dies dient einem Ausgleich gegenüber dem Unterricht, einer Erziehung zu sinnvollem Freizeitverhalten und der Förderung individueller Interessen und Begabungen, indem schwächere SchülerInnen hier kompetente Unterstützung und begabte SchülerInnen zusätzliche Anreize, z.B. durch das Erlernen einer weiteren Fremdsprache oder die Teilnahme an einer Physik-AG, finden.

In der Vielzahl der Sportangebote nehmen das Handball-Projekt und der Wassersportbereich eine besondere Stellung ein.

Handball-Projekt

Seit 2002 ist das HGG eine handballbetonte Schule, entstanden aus einer Kooperation der Stadt Kiel, der Universität Kiel, des Handballvereins THW-Kiel und des HGG. Seitdem wird der Handballsport durch ein dauerhaft zweistündiges Trainingsangebot und die regelmäßige Teilnahme an Turnieren gefördert. Viele sportliche Erfolge stützen die Idee dieses Projektes ebenso wie die Zahl der SchülerInnen, die so das Handballspielen erlernt haben und inzwischen in Vereine eingetreten sind.

Wassersport am HGG

Das HGG verfügt über ein eigenes Bootshaus an der Schwentinemündung. Segeln, Rudern und Paddeln kann von den SchülerInnen des HGG erlernt und praktiziert werden, die Teilnahme an Wettkämpfen oder Wanderfahrten gehört ebenfalls zu diesem Angebot.

Eine Reihe von traditionellen Veranstaltungen, die vom AUB-Team, dem Verein der Freunde, dem Schüler-Wassersport-Verein sowie engagierten Lehrkräften durchgeführt werden, geben dem HGG durch ihre Kontinuität ein besonderes Profil und fördern durch ihre Öffnung nach außen die Identifikation mit der Schule für SchülerInnen, Eltern, ÜbungsleiterInnen und Lehrkräfte:

  • Theateraufführungen durch die seit langem bestehende jahrgangsübergreifende Theater-AG, die ihre Schauspielprojekte regelmäßig der Schulöffentlichkeit vorführt,
  • Musikabende, die einmal im Jahr Kostproben aus den Musik-AGs, aus dem Musikunterricht und von den Talenten unserer SchülerInnen darbieten,
  • Kunstausstellungen in der Aula, in denen SchülerInnen der Kunstkurse ihre Arbeiten zu bestimmten Themen präsentieren,
  • Familienwassersporttag zu Beginn des Schuljahres für die neuen Sextaner und ihre Familien, um ihnen das Angebot unseres Wassersportbereichs nahe zu bringen,
  • Flohmarkt und Basar am Wochenende vor dem ersten Advent, organisiert vom Verein der Freunde bieten hier Familien ihre Flohmarktartikel und Klassen Selbstgemachtes an,
  • Spieleabend am Nikolaustag, organisiert vom AUB werden die Gesellschaftsspiele unserer Spielothek von den Familien in einem vor-weihnachtlichen Rahmen genutzt, um mit SchülerInnen und LehrerInnen gemeinsam zu spielen, mit traditionellem Skatturnier und Buffet,
  • Disco für die Klassen 5-7 am Tag vor den Halbjahreszeugnissen mit Tanzwettbewerb und diversen Aufführungen,
  • Sportspieletag zu Beginn des zweiten Schulhalbjahrs, an welchem sich die einzelnen Klassenstufen in je unterschiedlichen Spielsportarten miteinander messen,
  • Teilnahme am Sporttag der Kieler Schulen in der Kieler Woche, an welchem Wettbewerbe der unterschiedlichsten Disziplinen in ganz Kiel durchgeführt werden,
  • Schools-Out-Handballturnier, zu dem das HGG Schulmannschaften aus ganz Schleswig-Holstein einlädt,
  • Wassersporttag für alle SchülerInnen des HGG in der letzten Schulwoche, an dem gepaddelt, gerudert und gesegelt wird,
  • Schulfeste mit buntem Mitmachprogramm, in der Regel alle zwei Jahre.

8. Angebote zur gesunden Ernährung

Mittagessen

Das HGG bietet als Ganztagsgymnasium selbstverständlich die Möglichkeit, ein warmes Mittagessen einzunehmen. Versorgt wird die Schule durch die Firma Gabel-Freuden. Es wird im Hause frisch gekocht und ein besonderes Augenmerk auf Rohkost, Obst und Joghurt gelegt.