Orientierungsstufe

Die Orientierungsstufe am Hans-Geiger-Gymnasium

An den weiterführenden Schulen bilden die Klassenstufen 5 und 6 die so genannte Orientierungsstufe. Als pädagogische Einheit gestaltet soll diese Phase dazu dienen, durch Beobachtung und Förderung der schulischen und persönlichen Entwicklung die für jede Schülerin oder jeden Schüler geeignete Schulart zu ermitteln. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit den Eltern.

Da der Übergang von der Grundschule auf das Gymnasium einen bedeutenden Schritt in der schulischen und persönlichen Entwicklung eines Kindes darstellt, ist es ein besonderes Anliegen des Hans-Geiger Gymnasiums, eine motivierende Lernatmosphäre zu schaffen, in der die Schülerinnen und Schüler sich nicht nur in der neuen Schule mit den neuen Fächern, Lehrkräften und Mitschülern wohl fühlen, sondern sich auch allmählich an das gymnasiale Leistungsniveau gewöhnen.

Entsprechend bilden, um den Kindern die Übergangsphase zu erleichtern, in den ersten Schultagen und –wochen das gegenseitige Kennenlernen und die Förderung der Klassengemeinschaft einen wesentlichen Schwerpunkt. Die intensive Betreuung durch die Klassenlehrerin bzw. den Klassenlehrer, der / die durch die FachlehrerInnen unterstützt wird, und die Hilfestellung durch ältere Schülerinnen und Schüler, die den Fünftklässlern als Klassenpaten mit Rat und Tat im schulischen Alltag zur Seite stehen, leisten wesentliche Beiträge zur schnellen Integration der jüngsten Schülerinnen und Schüler in unsere Schulgemeinschaft.

Zu Beginn des Schuljahres machen alle 5. Klassen eine dreitägige „Kennenlernfahrt” in die nähere Umgebung, die der Förderung des Gemeinschaftsgefühls dient.

Die Verfügungsstunde, die dem/der Klassenlehrer/in  in der 5. Klasse bereitgestellt wird, erleichtert die Bewältigung der vielfältigen organisatorischen und pädagogischen Aufgaben. In einigen Fällen nehmen die Klassenlehrer/innen auch die Möglichkeit wahr, eine Klassen-AG anzubieten, um den Kontakt zur Klasse über den Unterricht hinaus weiter zu stärken.
Unterstützt werden die Klassenlehrer/innen von der Sozialpädagogin am Hans-Geiger-Gymnasium, die wesentliche beobachtende, beratende und konfliktlösende Aufgaben übernimmt.
Viele Lehrkräfte des Hans-Geiger-Gymnasiums haben in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten an Lions-Quest-Seminaren teilgenommen, ein vielfach erprobtes und bewährtes Programm zur individuellen Erziehung und Prävention, mit dem ab der 5. Klasse regelmäßig und kontinuierlich gearbeitet werden soll. Wir sehen darin die Möglichkeit, soziale und individuelle Kompetenzen der einzelnen Schüler/innen zu verbessern und die gesamte Klassengemeinschaft dadurch zu stärken.

Da die SchülerInnen aus einer großen Anzahl von Grundschulen zu uns kommen, sind die Lern- und Leistungsvoraussetzungen der einzelnen Kinder zum Teil recht unterschiedlich. Damit Neugier und Lernfreude erhalten bleiben, versuchen die FachlehrerInnen auf die während der Grundschulzeit erworbenen Lernerfahrungen der Kinder einzugehen und sie dort abzuholen. Nach dieser Phase des Übergangs, die durch schrittweises Einüben von Lern- und Arbeitstechniken und Angleichen von Vorwissen gekennzeichnet ist, werden das Lerntempo sowie der Umfang und die Anforderungen der Unterrichtsinhalte auf gymnasiales Leistungsniveau gesteigert.

Um die Schülerinnen und Schüler in ihren Stärken und Fähigkeiten zu fördern und um sie in ihren Schwächen zu unterstützen, gibt es am Hans- Geiger Gymnasium ein umfangreiches Förderkonzept (vgl. Link Schulporträt Förderkonzept).

Wichtig ist uns Lehrkräften besonders in dieser sensiblen Phase des Neuanfangs die Zusammenarbeit mit den Eltern, denn nur gemeinsam können wir die Kinder auf ihrem „Schulweg“ unterstützen. So werden u. a. die Eltern eines jeden Kindes nach den Herbstferien von der Klassenlehrerin bzw. dem Klassenlehrer zu Einzelgesprächen eingeladen, um sich über die ersten Erfahrungen ihrer Kinder am Hans-Geiger Gymnasium auszutauschen und über eventuelle Hilfsmöglichkeiten zu beraten. Zudem wird in klassenübergreifenden Elterngesprächskreisen die Auseinandersetzung mit allgemeinen pädagogischen Themen angeboten, wie z. B. „Lernen optimieren“, „Pubertät“, „Freizeitgestaltung und Umgang mit Medien“.